Viele Singles wünschen sich eine Beziehung und sehnen sich nach Nähe, Zärtlichkeit und einem vertrauten Partner. Pärchen hingegen vermissen nicht selten die guten alten Single-Zeiten, in denen Kompromisse einzig eine unangenehme Begleiterscheinung des Büroalltags waren. Doch was ist dran an diesen Wünschen? Sind es die bekannten Kirschen in Nachbars Garten? Oder ist doch eine der beiden Parteien zufriedener? Die Frage, die sich immer wieder stellt: Wer ist glücklicher – Singles oder Pärchen?

Pärchen sind zufriedener

Pärchen-sind-glücklicherEinige interessante Ergebnisse zu diesem Thema hat eine Studie der Online-Partnervermittlung ElitePartner zutage gefördert. Demnach sind Menschen, die in einer Beziehung leben, in allen Lebensbereichen weitaus zufriedener als Singles. Ob Beruf, Freunde, Finanzen oder Aussehen – Menschen mit einer festen Partnerschaft weisen in sämtlichen Bereichen eine höhere Zufriedenheit auf. Und selbst bei der Ernährung und in puncto Fitness sind Singles unzufriedener.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass man als Single per se unzufrieden ist. So gab die Hälfte der Singles an, mit dem eigenen Leben grundsätzlich zufrieden zu sein. Bei den Liierten sind es mit knapp 68 Prozent allerdings deutlich mehr. Mit der Wohnsituation, dem Freundeskreis und der Freizeitgestaltung sind mehr als die Hälfte der Singles zufrieden. Aber auch hier haben Pärchen die Nase vorn. Ein weiterer interessanter Fakt: Vor allem bei Männern steigt die Zufriedenheit, wenn sie in einer Partnerschaft leben. Während bei Singles im Hinblick auf die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben kaum signifikante Unterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen, sind die in Beziehungen lebenden Männer zufriedener als liierte Frauen. So erklärten gut 70 Prozent der liierten Männer, dass sie mit ihrem Leben zufrieden oder gar sehr zufrieden sind. Bei den Frauen waren es mit 65 Prozent etwas weniger.

Singles oder Pärchen – wer hat häufiger Sex?

Single-vs-PärchenAuch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält, dass Singles in sexueller Hinsicht frustriert sind – die Ergebnisse der ElitePartner-Studie zeichnen ein gegenteiliges Bild. So sind Menschen mit einer festen Beziehung zwar viel häufiger sexuell aktiv als Singles, dennoch sind viele Singles nicht unzufrieden. Während gut 50 Prozent der Liierten mindestens einmal wöchentlich Sex haben, fällt die Frequenz bei 31 Prozent mit nur einmal monatlich Sex oder weniger deutlich geringer aus. Bei den Singles ist immerhin jeder Dritte mindestens einmal im Monat sexuell aktiv, 28 Prozent haben sogar mehrmals monatlich Sex.

Hier zeigt sich jedoch ein Unterschied zwischen Singlemännern und -frauen. Während fast jeder zweite männliche Single einmal monatlich sexuell aktiv ist, ist es bei den Singlefrauen nur knapp ein Drittel. Vor allem das zunehmende sexuelle Selbstbewusstsein und die sich bietenden Möglichkeiten von Flirt-Apps und Casual-Dating führen dazu, dass sich immer mehr Singles sogar einmal die Woche ein Schäferstündchen gönnen. Doch nicht nur die Quantität ist entscheidend. Insgesamt ist die Zufriedenheit mit dem eigenen Liebesleben bei Frauen stärker ausgeprägt. Und ein Viertel der Männer ist mit dem eigenen Sexleben unzufrieden, bei den Frauen ist es nur jede fünfte.

Weiter, höher, schneller – Singles setzen sich mehr Ziele

SinglesDie Vermutung, dass Pärchen im gemachten Nest eher zu Trägheit neigen, scheint sich zu bestätigen. Zumindest zeigen sich Singles viel ambitionierter, wenn es gilt, künftige Veränderungen anzustreben. Ob Abnehmen, neue Hobbys oder Reisen – Singles nehmen sich häufiger vor, etwas in den kommenden zwölf Monaten zu ändern, als Menschen, die in einer festen Beziehung leben. Vor allem weibliche Singles zielen auf Veränderungen in diesen Bereichen ab. Männer konzentrieren sich in Singlephasen eher auf die Selbstfindung und wollen künftig mehr über sich selbst nachdenken.

Doch nicht nur im Hinblick auf die Zukunft stehen Singles ganz im Zeichen der Veränderung. So ist man als Single nicht nur offener für Neues, sondern erlebt auch mehr als Pärchen. Ob berufliche Herausforderungen, Coachings oder neue Freunde – Menschen mit einer festen Partnerschaft sind hier deutlich zurückhaltender. In puncto sexueller Experimentierfreudigkeit nehmen sich Alleinstehende und Liierte allerdings kaum etwas. So gaben ebenso viele Singles wie Pärchen an, in den vergangenen Monaten sexuelles Neuland betreten zu haben. Unterschiede zeigen sich hier nur zwischen den Geschlechtern. Sowohl bei Singlemännern als auch bei Männern in festen Beziehungen ist der Wunsch nach sexueller Vielfalt bei rund jedem zweiten vorhanden. Bei Frauen ist dieser Wunsch nicht nur weniger stark ausgeprägt, auch schwankt er stark in Abhängigkeit vom Beziehungsstatus. Während mehr als jede dritte liierte Frau nach neuen sexuellen Erfahrungen strebt, sind es bei den Singlefrauen lediglich 29 Prozent.

Zurückzuführen ist diese Zurückhaltung bei Frauen im Allgemeinen und Singlefrauen im Speziellen unter Umständen auf die weitverbreiteten Orgasmusprobleme bei Frauen. Um den Partner beim Sex nicht zu enttäuschen, täuschen einige Frauen ihrem Partner sogar regelmäßig einen Orgasmus vor. Laut einer Studie von Dr. Vincenzo Puppo, einen Sexualwissenschaftler aus Bologna, liegt dies in erster Linie an der Anatomie der Frau. Die Vagina weise in ihrer anatomischen Struktur nichts auf, das einen sexuellen Höhepunkt zufolge hätte. Vielmehr könne einzig und allein eine Stimulation der Klitoris einen Höhepunkt auslösen.

Wie wichtig ist Singles eine Beziehung?

Für viele Menschen ist eine glückliche Beziehung eines der wichtigsten Lebensziele. Allerdings trifft dies laut der ElitePartner-Studie vorrangig auf Menschen mit einer festen Bindung zu. Singles hingegen legen viel mehr Wert auf einen intakten Freundeskreis, als dass sie nach einer glücklichen Partnerschaft streben. Und dabei sind Singlefrauen viel seltener an einer künftigen Beziehung interessiert. Unabhängig vom Alter vermissen männliche Singles deutlich häufiger eine feste Partnerschaft als Frauen.

Es zeigt sich jedoch auch, dass der Wunsch nach einer Bindung bei beiden Geschlechtern mit dem Alter abnimmt. So wünschen sich nur 30 Prozent der über 40-jährigen Frauen eine neue Beziehung. Viel wichtiger ist ihnen, dass sie mehr Freiräume und Zeit für sich haben. Ein möglicher Grund, warum Singles nicht so stark an einer Beziehung interessiert sind, ist möglicherweise auch, dass sie häufig über ein intakteres soziales Netzwerk verfügen. Getreu dem Motto: Wer gute Freunde hat, braucht keinen Partner. Ob beratende, emotionale Unterstützung oder gemeinsame Reisen – Singles leben ihre Freundschaften viel intensiver als Pärchen.

Single und glücklich sein

Glücklicher-Single
Auch Singles sind glücklich

Die Mär vom einsamen und unglücklichen Single ist längst überholt. Denn mehr als die Hälfte der Singles beschreibt sich selbst als einen glücklichen Menschen. Dies betrifft vor allem die unter 30- und über 60-jährigen Singles. In den Dreißigern sind Singles hingegen etwas missmutiger. Nichtsdestotrotz bezeichnen auch in dieser Altersgruppe gut 40 Prozent ihr Leben als glücklich. Die größte Single-Kompetenz weisen dabei weibliche Singles in den Vierzigern auf. Weit ab von der Familiengründung und gesellschaftlich sowie beruflich etabliert können viele von ihnen unabhängig von einer festen Bindung ein zufriedenes Leben führen. Die notwendige Geborgenheit erhalten sie durch enge Freunde. Singlemänner leiden hingegen häufiger unter der fehlenden Verbundenheit zu einem festen Partner. Hinzu kommt, dass das Singledasein in ihrer Lebensmitte mit dem männlichen Selbstbild schwerer in Einklang zu bringen ist. Nicht nur leiden sie unter Einsamkeit, sondern empfinden das Alleinsein auch als Schwäche.

Glückliche Singles haben mehr Dates, mehr Sex, mehr Sport

Wer mit seinem Single-Dasein im Reinen ist und insgesamt glücklich mit seinem Leben, ist in der Regel auch sozial aktiver und legt Wert auf stabile Freundschaften. Bei unglücklichen Singles ist hingegen der Wunsch nach einer festen Partnerschaft viel stärker ausgeprägt. Dementsprechend spielen neue Freundschaften, berufliche Herausforderungen, religiöse Werte und soziales Engagement im Leben glücklicher Singles eine größere Rolle als bei unglücklichen Singles. Letztere widmen sich eher Sinnfragen und suchen eine Therapie oder Beratung auf. Auch in sexueller Hinsicht sind glückliche Singles viel aktiver, haben ein intensiveres Sozialleben und treffen sich regelmäßiger mit Freunden.

Fazit: Singles leben aufregender

Ob Single oder Pärchen – insgesamt scheinen beide Lebensformen ihre Vorzüge zu haben. So sind Pärchen zwar insgesamt zufriedener und haben häufiger Sex, Singles erleben dafür mehr und haben zumeist intensivere Freundschaften. Somit kann es sich durchaus auch lohnen, sein Leben – zumindest für eine gewisse Zeit – als Single zu genießen. Denn nur selten bedeutet Alleinsein zwangsläufig griesgrämige Einsamkeit.

Die von vielen als negativ erachteten Nebenwirkungen des Singlelebens können weit häufiger als großartig interpretiert werden. Kein Tauziehen um die Bettdecke mehr, das ganze Bett hat man für sich selbst und Kompromisse beim Fernsehprogramm oder Urlaubsziel gehören der Geschichte an. Auch in puncto Liebschaften und Treue kommt das Single-Dasein weit aufregender daher. Ob heiße Flirts, Leidenschaft oder aufregende Sexabenteuer – ein Leben als Single kann ganz neue Welten eröffnen. Und diese Möglichkeiten scheinen auch viele Singles voll auszuschöpfen, wenn man bedenkt, wie viele Singles ihr Leben als glücklich bezeichnen. Dennoch wird es wohl immer auch die reinen Beziehungsmenschen geben, die von den Vorzügen des Single-Daseins auch mit den besten Argumenten nicht überzeugt werden können. Denn schließlich liegt Glück noch immer im Auge des Betrachters.

Nächster ArtikelWie man eine Fernbeziehung erfolgreich meistert
Verführercoach
Hey! Ich bin Sebastian - ich habe 8 Jahre als Flirtcoach gearbeitet und bin in dieser Zeit viel durch die Welt gereist. Mit dem Verführercode gebe ich dir das entsprechende Werkzeug in die Hand, damit du beim anderen Geschlecht erfolgreich wirst.

HINTERLASSE EINE ANTWORT